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EAZA Europäische Raubtiere


Wer findet sie nicht faszinierend und interessant – europäische Carnivoren wie Wolf, Luchs, Bär und Co!?

Beim Thema Arten- und Tierschutz denken wir oft nur an exotische Tierarten und weit entfernte Lebensräume. Doch wie schaut es vor unserer eigenen Haustüre aus? Auch hier gibt es eine vielfältige Tierwelt die unsere Hilfe benötigt:

Der Fischotter-Bestand im letzten Jahrhundert ist so stark geschrumpft, dass dieser auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten gelandet ist. Doch damit ist er nicht alleine – auch der Luchs ist stark gefährdet und vom Aussterben bedroht. In den 60er Jahren beobachtete  man erstmals – nach über 100 Jahren der letzten Luchssichtung in Österreich – wieder einzelne Luchse. Seit etwa 20 Jahren wandert diese Kleinkatze immer wieder in unsere Heimat – hauptsächlich im Dreiländereck Österreich-Deutschland-Tschechien.

Bedeutend schlechter steht es um die Braunbären in Österreich. Offiziell geht man derzeit von zwei männlichen Braunbären in ganz Österreich aus. Daher wird dieser Räuber als bereits ausgestorben eingestuft. Ähnlich geht es den Wölfen – wo in den Nachbarländern Österreichs Wölfe im Vormarsch sind, tut sich bei uns noch eher wenig. Allerdings ist anzunehmen, dass einzelne Wölfe oder sogar ein Wolfsrudel von Tschechien in unsere Heimat zuwandern.

Der Rückgang der Raubtiere in Österreich lässt sich nicht nur auf einen Lebensraumverlust zurückführen, sondern auch auf eine Fehlende Akzeptanz der Bevölkerung. Denn immer noch gibt es  Vorurteile über die „bösen Räuber“ wie Bär, Wolf, Luchs und Co. Vor allem dem Wolf eilt ein sehr schlechter Ruf voraus – zu Unrecht allerdings. Im 20 Jahrhundert ist kein einziger Fall bekannt, bei denen ein Mensch von einem Wolf angegriffen wurde! Denn Wölfe sind naturgemäß sehr scheue Tiere und gehen Menschen aus dem Weg. Mehr sogar: Die Rolle der Wölfe bzw. Raubtiere wäre eine sehr wichtige.

Die aktuelle Kampagne der europäischen Zoos und Aquarien (kurz EAZA genannt) will daher über die Situation der europäischen Räuber aufklären. Die Carnivoren-Kampagne steht unter dem Titel „Zusammen leben“ – nicht nur deshalb, weil die Zukunft der großen Säuger auch maßgeblich von uns Menschen abhängt.

Der Zoo Salzburg führt  verschiedenste Aktionen rund um diese Kampagne durch. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht seine Besucher über die aktuelle Situation der europäischen Carnivoren zu informieren, verschiedene Aktionen für Kinder, Erwachsene und Familien anzubieten und Spendengelder zu sammeln. Das gesammelte Geld kommt verschiedenen Artenschutzprojekten zu Gute, die alle den Schutz europäischer Raubtiere zum Ziel haben.

Angebote zum Thema für Kinder, Erwachsene und Schulklassen:

Führung zum Thema für Schulklassen, Familien und Erwachsene
Kinder-Workshop: „Wolf, Bär und Luchs – wo sind sie geblieben“ während der Sommerferien
Führung zu den Braunbären des Zoos mit anschließender Vortrag von der Artenschutzorganisation „Fair zum Bär“ am 8. Oktober 2009 um 16 Uhr.
Arbeitsunterlagen zu Braunbär, Fischotter, Vielfraß und Wolf können kostenlos im Zoo angefordert werden (erstellt von Fritz Seewald)
Führungen für Kinder oder Erwachsene zum Thema: Europäische Räuber
Quiz: Bärenhunger 
Fischotter-Malbild
Wolf-Malbild


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